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Kochen mit der Mikrowelle

In den 1980er-Jahren begann in Deutschland der Mikrowellen-Boom. Ein neues Küchengerät erobert damals die Haushalte. Doch auch wenn die Abdeckung inzwischen sehr hoch ist – zum absoluten Küchenstandard auf Backofen-Niveau hat es diese Technik bis heute nicht gebracht. Auf manchen Geräte-Listen zur Küchenplanung fehlt sie noch heute. Und das trotz ihrer zahlreichen Vorzüge. Denn die Mikrowelle kann vor allem den Alltag spürbar erleichtern. Das liegt vor allem an ihrem hohen Tempo. Wenn es mal schnell gehen muss, ist das heiße Essen ruckzuck auf dem Tisch. Auch beim Auftauen und Aufwärmen von Speisen hat sie sich bewährt. Im folgenden Blogbeitrag wollen wir uns etwas näher mit der Mikrowelle befassen.

 

Funktionsweise und Gesundheitsfrage

Der Mikrowellenherd, wie das Gerät in Gänze heißt, verwendet elektromagnetische Wellen zum Erhitzen. Und zwar (für Physik-Fans) mit einer Frequenz von 2,45 Gigahertz. Diese Wellen bringen Wassermoleküle zum Schwingen. Das ist übrigens der Grund, warum wasserreiche Lebensmittel (allen voran Suppe) deutlich schneller heiß werden als eher trockene. Maximal 100 Grad sind in einem normalem Mikrowellen-Gerät möglich. Nach Angaben von Fachleuten ist weder das so behandelte Essen gesundheitsschädlich, noch tritt bei intakten Geräten und korrekter Anwendung gefährliche Strahlung aus.

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Das kann die Mikrowelle

Abends schnell den Deckel vom Fertiggericht, rein in die Mikrowelle um beim Drehen zuschauen – es ist nicht zuletzt dieses Bild, dem die Technik ihr nach wie vor mittelmäßiges Image „verdankt“. Natürlich: Für die „Zubereitung“ von Cannelloni, Rindergulasch oder Lasagne „aus der Verpackung“ ist dieses Küchengerät gut geeignet. Allerdings kann man mit ihr auch den Herd bzw. den Ofen bei vielen Rezepten ersetzen. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Die Bandbreite reicht vom Hackbraten bis zum pochierten Ei.

Besonders beliebt ist die Mikrowelle für das Aufwärmen von Speisen. Ist von heute Mittag (oder von gestern) noch etwas Gulasch oder Hühnersuppe übrig, kann das Gericht vom Kühlschrank gleich in den „Mini-Ofen“. Zu beachten ist, dass ausreichend Zeit für eine gleichmäßige Erwärmung eingetippt wird und die Wattzahl nicht zu hoch sein sollte – andernfalls könnten die nun zweifach gekochten Lebensmittel leicht an Biss und Geschmack verlieren. Eine Abdeckung verhindert das Austrocknen.

Auch als praktisches Helferlein beim Auftauen (in geeigneten Behältnissen) ist die Mikrowelle gefragt. Auch hier gilt: Die Technik beschleunigt den Vorgang, zaubern kann sie jedoch nicht. Eine zu hohe Wattzahl ist kontraproduktiv. Schließlich sollen die Lebensmittel schonend aufgetaut und nicht etwa rasant erhitzt werden. Je nach Art der Speisen sollte man zwischendurch eine kurze Pause einlegen, um die Wärme gleichmäßig zu verteilen – also beispielsweise Suppen dann und wann umrühren und Fleischstücke regelmäßig wenden.

 

Bildquelle: Bosch